{"id":16670,"date":"2019-03-24T08:07:15","date_gmt":"2019-03-24T08:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lifescienceart.com\/?p=16670"},"modified":"2019-03-24T08:07:15","modified_gmt":"2019-03-24T08:07:15","slug":"walrus-journey-from-greenland-to-wales","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lifescienceart.com\/de\/science\/marine-biology\/walrus-journey-from-greenland-to-wales\/","title":{"rendered":"Walross vor Wales: Ein Besucher aus der Ferne"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie ein Walross an die K\u00fcsten von Wales gelangte<\/h2>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erste Entdeckung und Identifizierung<\/h2>\n\n<p>Am 20. M\u00e4rz erhielt die RSPCA in Wales einen ungew\u00f6hnlichen Anruf. Zum ersten Mal in ihrer 200-j\u00e4hrigen Geschichte wurden sie gebeten, ein an der K\u00fcste von Pembrokeshire ruhendes Atlantikwalross zu untersuchen. Dieses junge Walross, ungef\u00e4hr so gro\u00df wie eine Kuh, wurde schnell zu einer lokalen Ber\u00fchmtheit, wobei die Bewohner Namen wie Wally, Isabelle und Cain vorschlugen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herkunft und Reise<\/h2>\n\n<p>Experten gehen davon aus, dass dieses Walross wahrscheinlich entweder aus Gr\u00f6nland oder dem norwegischen Archipel Spitzbergen stammt. Fotos deuten darauf hin, dass es in etwa sechs Tagen von Irland nach Wales schwamm und dabei eine Strecke von etwa 250 Meilen zur\u00fccklegte. Man vermutet, dass es sich um dasselbe Walross handelt, das Mitte Februar in D\u00e4nemark gesichtet wurde.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6rperliche Merkmale und Gesundheit<\/h2>\n\n<p>Das Walross hat Sto\u00dfz\u00e4hne, die weniger als vier Zoll lang sind, ein h\u00e4ufiges Merkmal bei Walrossen. Biologen konnten sein Geschlecht anhand seiner Sto\u00dfz\u00e4hne allein nicht bestimmen. Obwohl es weit weg von seiner Heimat war, schien das Walross relativ gesund zu sein. Die Tierrettungshelferin der RSPCA, Ellie West, beobachtete, dass es sich ausruhte und etwas untergewichtig war, aber keine Anzeichen von Krankheit oder Verletzung zeigte.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verhalten und Gewohnheiten<\/h2>\n\n<p>Walrosse sind daf\u00fcr bekannt, sich auf Land oder Meereis auszuruhen, das aufgrund des Klimawandels immer knapper wird. Das Walross in Wales ruhte etwa zwei Tage lang, bevor es am 22. M\u00e4rz wieder ins Meer zur\u00fcckkehrte. Normalerweise schwimmt es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa vier Meilen pro Stunde, unterst\u00fctzt durch seine dicke Schicht aus isolierendem Speck.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erhaltungsbedenken<\/h2>\n\n<p>Die RSPCA und die Welsh Marine Life Rescue \u00fcberwachten das Walross w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Pembrokeshire genau, um sein Wohlergehen sicherzustellen und St\u00f6rungen zu verhindern. Lucy Babey, die Wissenschaft und Naturschutz bei ORCA leitet, betonte, wie wichtig es sei, einen Sicherheitsabstand zum Walross einzuhalten. \u201eDieses Tier wird von seinem ganzen Schwimmen ziemlich ersch\u00f6pft sein\u201c, sagte sie. \u201eEs wird wahrscheinlich gestresst sein, da es sich nicht in einer Umgebung befindet, an die es gew\u00f6hnt ist.\u201c<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Historischer Kontext und fr\u00fchere Sichtungen<\/h2>\n\n<p>Dies war zwar das erste Mal, dass ein Walross an der K\u00fcste von Pembrokeshire gesichtet wurde, aber es ist nicht das erste Mal, dass Walrosse Irland und Wales besuchen. Seit 1979 gab es acht best\u00e4tigte Sichtungen von Walrossen in Irland und einige wenige in Schottland. Im Jahr 2018 wurde beobachtet, wie ein Walross mehrere Monate lang um verschiedene Inseln in Schottland herumreiste.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wissenschaftliche Bedeutung<\/h2>\n\n<p>Die Anwesenheit eines Walrosses in Wales unterstreicht die Vernetzung der Meeres\u00f6kosysteme und das Potenzial dieser Tiere f\u00fcr Fernreisen. Es wirft auch Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Walrosspopulationen und ihre F\u00e4higkeit auf, geeignete Ruhe- und Nahrungsgr\u00fcnde zu finden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reaktion der \u00d6ffentlichkeit und Sicherheitsvorkehrungen<\/h2>\n\n<p>Die Irish Whale and Dolphin Group ver\u00f6ffentlichte Fotos, die das in Irland gesichtete Walross mit dem in Wales vergleichen und darauf hindeuten, dass es sich um dasselbe Individuum handeln k\u00f6nnte. Die RSPCA hat die \u00d6ffentlichkeit gebeten, sich dem Walross nicht zu n\u00e4hern, falls es wieder auftaucht, und sowohl f\u00fcr das Wohlergehen des Tieres als auch f\u00fcr ihre eigene Sicherheit einen Sicherheitsabstand einzuhalten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein Walross an die K\u00fcsten von Wales gelangte Erste Entdeckung und Identifizierung Am 20. M\u00e4rz erhielt die RSPCA in Wales einen ungew\u00f6hnlichen Anruf. 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