{"id":636,"date":"2022-12-14T18:02:33","date_gmt":"2022-12-14T18:02:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lifescienceart.com\/?p=636"},"modified":"2022-12-14T18:02:33","modified_gmt":"2022-12-14T18:02:33","slug":"afghan-cultural-center-honors-destroyed-buddha-statues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lifescienceart.com\/de\/art\/architectural-heritage\/afghan-cultural-center-honors-destroyed-buddha-statues\/","title":{"rendered":"Kulturzentrum soll zerst\u00f6rte Buddhas von Bamiyan ehren"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Geplantes afghanisches Kulturzentrum soll zerst\u00f6rte Buddha-Statuen ehren<\/h2>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund<\/h2>\n\n<p>Im M\u00e4rz 2001 zerst\u00f6rten die Taliban zwei kolossale Buddha-Statuen, die etwa 1.500 Jahre lang im afghanischen Bamiyan-Tal gestanden hatten. Die Statuen, die als die gr\u00f6\u00dften ihrer Art weltweit galten, waren integraler Bestandteil sowohl des Buddhismus als auch der lokalen Kultur. Ihre Zerst\u00f6rung l\u00f6ste weltweit einen Aufschrei aus.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontroverse um den Wiederaufbau<\/h2>\n\n<p>\u00dcber ein Jahrzehnt lang gab es eine Kontroverse dar\u00fcber, ob die Statuen wiederaufgebaut werden sollten oder nicht. Einige Arch\u00e4ologen sprachen sich f\u00fcr ihren Wiederaufbau aus, aber die Charta von Venedig der UNESCO, die die Verwendung nicht-originaler Materialien bei monumentalen Rekonstruktionen verbietet, machte dies unwahrscheinlich.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kulturzentrum-Initiative der UNESCO<\/h2>\n\n<p>2003 erkl\u00e4rte die UNESCO das Bamiyan-Tal zum Weltkulturerbe. Die Organisation rief au\u00dferdem einen Wettbewerb f\u00fcr den Entwurf eines Kulturzentrums aus, um den Verlust der Buddha-Statuen zu w\u00fcrdigen. Das Zentrum sollte interkulturelles Verst\u00e4ndnis, Denkmalschutz und Friedensf\u00f6rderung f\u00f6rdern.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gewinnerentwurf<\/h2>\n\n<p>Der Gewinnerentwurf, der Ende Februar bekannt gegeben wurde, stammte vom Architekturb\u00fcro M2R in Argentinien. Der Entwurf integriert Elemente antiker buddhistischer Kl\u00f6ster und betont die Schaffung von Leerr\u00e4umen und Negativr\u00e4umen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inspiration und Entwurfsprinzipien<\/h2>\n\n<p>Das Designteam lie\u00df sich von verschiedenen Quellen inspirieren, darunter:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Alte buddhistische Kl\u00f6ster, die in den Berg gehauen wurden<\/li>\n<li>In Felsen gehauene Kirchen in Lalibela, \u00c4thiopien<\/li>\n<li>Werke des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida<\/li>\n<li>Die Infrastruktur von Petra, einer pr\u00e4historischen jordanischen Stadt, die in Sandsteinfelsen gehauen wurde<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Das Zentrum wird gr\u00f6\u00dftenteils unterirdisch sein, mit einer Piazza mit Blick auf das Tal. Die Architekten wollten einen Raum schaffen, der sowohl kontemplativ als auch lebendig ist, in dem \u201eLeben, Geschichte und Menschen die Protagonisten sind.\u201c<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Symbolik und Bedeutung<\/h2>\n\n<p>Die leeren Nischen, die durch die zerst\u00f6rten Buddha-Statuen entstanden sind, wurden als \u201eoffene Wunden\u201c und Symbole von Gewalt und Instabilit\u00e4t beschrieben. Das Kulturzentrum soll diese Negativr\u00e4ume in einen Ort der Heilung, Vers\u00f6hnung und Hoffnung verwandeln.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bau und Finanzierung<\/h2>\n\n<p>Die Architekten arbeiten mit der UNESCO zusammen, um einen Zeitplan f\u00fcr den Bau festzulegen, mit dem Ziel, die Bauarbeiten n\u00e4chstes Jahr zu beginnen. Das Projekt wird von der UNESCO und dem Ministerium f\u00fcr Information und Kultur Afghanistans geleitet, mit finanzieller Unterst\u00fctzung aus S\u00fcdkorea.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bedeutung und Wirkung<\/h2>\n\n<p>Das Bamiyan-Kulturzentrum ist ein bedeutendes Unterfangen, das darauf abzielt:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Erinnerung an die zerst\u00f6rten Buddha-Statuen zu bewahren<\/li>\n<li>Interkulturelles Verst\u00e4ndnis und Denkmalschutz zu f\u00f6rdern<\/li>\n<li>Zur Friedensf\u00f6rderung und wirtschaftlichen Entwicklung in Afghanistan beizutragen<\/li>\n<li>Die reichen architektonischen und kulturellen Traditionen der Region zu pr\u00e4sentieren<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Das Zentrum wird voraussichtlich Besucher aus der ganzen Welt anziehen und als Symbol f\u00fcr Afghanistans Widerstandsf\u00e4higkeit und Engagement f\u00fcr sein kulturelles Erbe dienen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geplantes afghanisches Kulturzentrum soll zerst\u00f6rte Buddha-Statuen ehren Hintergrund Im M\u00e4rz 2001 zerst\u00f6rten die Taliban zwei kolossale Buddha-Statuen, die etwa 1.500 Jahre lang im afghanischen Bamiyan-Tal gestanden hatten. 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