Home WissenschaftKlimawissenschaft Tausend Wissenschaftler warnen: Nur noch 3 Jahre bis Klimakatastrophe – Proteste global

Tausend Wissenschaftler warnen: Nur noch 3 Jahre bis Klimakatastrophe – Proteste global

by Jasmine

Wissenschaftler organisieren globale Klima-Proteste

IPCC-Bericht ruft zu sofortigem Handeln auf

Mehr als 1.000 Wissenschaftler aus 25 Ländern beteiligten sich vergangene Woche an Demonstrationen, die von Scientist Rebellion organisiert wurden – ausgelöst durch einen erschreckenden Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC). Der Bericht warnt, dass bis 2025 rapide und tiefgreifende Kürzungen der Treibhausgasemissionen unerlässlich sind, um katastrophale Klimafolgen abzuwenden.

Die Mission von Scientist Rebellion

Scientist Rebellion, eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich dem Aktivismus verschrieben hat, erklärte in einer Stellungnahme, dass die derzeitigen Maßnahmen und Pläne „völlig unzureichend“ seien. Ihre Proteste sollen die Dringlichkeit und Schwere der Klimakrise unterstreichen und von Regierungen schnelles Handeln fordern.

Proteste in Los Angeles

In Los Angeles ketteten sich Wissenschaftler, darunter der NASA-Klimaforscher Peter Kalmus, an das JP-Morgan-Chase-Gebäude. Kalmus äußerte seine Frustration: „Wir werden seit Jahrzehnten ignoriert. Wir werden alles verlieren, wenn wir nicht jetzt handeln.“

Globale Demonstrationen

Scientist-Rebellion-Proteste fanden weltweit statt: Wissenschaftler ketteten sich am Zaun des Weißen Hauses in Washington, D.C., schütteten falsches Blut auf das spanische Nationalparlament, demonstrierten vor Botschaften in Panama und klebten sich an eine Brücke in Deutschland. In Malawi veranstalteten Wissenschaftler eine Lehrveranstaltung an der Universität für Landwirtschaft und Naturwissenschaften in Lilongwe.

Die Entstehung von Scientist Rebellion

Scientist Rebellion wurde 2020 von Doktorandinnen und Doktoranden in Schottland gegründet, inspiriert von der Bewegung Extinction Rebellion. Diese setzt sich durch gewaltfreien zivilen Ungehorsam dafür ein, dass Regierungen den Klima- und ökologischen Notstand ernst nehmen.

Wissenschaftler als Botschafter

Charlie Gardner, Naturschutzbiologin an der University of Kent, betont die Verantwortung der Wissenschaft, sich zu Wort zu melden: „Wissenschaftler sind besonders glaubwürdige Botschafter“, sagt sie. „Wir haben die Pflicht, Führung zu zeigen und mit Dringlichkeit zu handeln.“

Durchgesickerte IPCC-Daten

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Scientist Rebellion einen vorläufigen Entwurf des IPCC-Berichts, der vor der Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen warnte.

Der Appell der Wissenschaftler

Während der Proteste äußerten Wissenschaftler weltweit tiefe Sorge und Angst und forderten von Regierungen, dem Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen. „Hört auf die Wissenschaftler“, appellierte Amwanika Sharon, Mitglied von Scientist Rebellion, die gegen Ölexploration in Uganda protestiert. „Klimagerechtigkeit – jetzt!“

Die Pflicht zu handeln

Jordan Cruz, Umweltingenieur aus Ecuador, schrieb: „Ich bin entsetzt – aber es ist die Art von Angst, die zum Handeln antreibt. Es geht ums Überleben.“

Frühere Proteste

Scientist Rebellion hatte bereits zuvor zahlreiche Aktionen organisiert, darauf bei der COP26 in Glasgow, an Universitäten im Vereinigten Königreich sowie vor der Royal Society.

Aufruf zu sofortigem Handeln

Der IPCC-Bericht und die Proteste von Scientist Rebellion unterstreichen die Dringlichkeit, den Klimawandel anzugehen. Wissenschaftler fordern von Regierungen entschlossene Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zum Umstieg auf erneuerbare Energien. Unterlässt man jetzt das Handeln, drohen katastrophale Folgen für den Planeten und künftige Generationen.

You may also like