Heather: Ein Leitfaden zum Anbau und zur Pflege dieses wunderschönen Strauchs
Übersicht
Heather, auch bekannt als Schottisches Heather oder Besenheide, ist ein faszinierender immergrüner Strauch, der für seine üppigen pink-lila Blüten bekannt ist, die von Mitte des Sommers bis frühen Herbst blühen. Diese vielseitige Pflanze ist pflegeleicht und gedeiht in verschiedenen Bodenbedingungen, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Gärtner aller Erfahrungsstufen macht.
Pflanzenmerkmale
- Botanischer Name: Calluna vulgaris
- Familie: Ericaceae
- Pflanzentyp: Strauch, Staude
- Endgröße: 10–60 cm hoch, 30–60 cm breit
- Lichtbedarf: Volle Sonne, Halbschatten
- Boden: Gut durchlässig
- Boden-pH-Wert: Sauer
- Blütezeit: Sommer, Herbst
- Blütenfarbe: Rosa, Lila, Rot
- Winterhärtezonen: 4–6 (USDA)
- Verbreitungsgebiet: Europa
Anbaubedingungen
Heather bevorzugt gut durchlässigen Boden und volle Sonne, kann aber auch Halbschatten vertragen. Sie gedeiht in sauren Böden, wie sie in Mooren und Heidelandschaften vorkommen. Die Pflanze benötigt keinen nährstoffreichen Boden und kann auch salzhaltige Standorte vertragen.
Pflegeanleitung
Pflanzen:
- Pflanzen Sie Heather in gut durchlässigem Boden.
- Wählen Sie einen Standort mit voller Sonne oder Halbschatten.
- Graben Sie ein Loch, das doppelt so breit und ebenso tief wie die Wurzelballen ist.
- Setzen Sie die Pflanze hinein und füllen Sie das Loch wieder mit Erde, leicht andrücken, um Luftlöcher zu schließen.
- Gießen Sie gründlich nach dem Pflanzen.
Gießen:
- Gießen Sie regelmäßig, besonders in der ersten Vegetationsperiode.
- Heather benötigt etwa 2,5 cm Wasser pro Woche.
- Einmal etabliert, ist die Pflanze normal wasserbedürftig; in wärmeren Regionen kann zusätzliche Bewässerung nötig sein.
Mulchen:
- Mulchen Sie mit organischem Material wie Rindenmulch oder Kompost.
- Mulch hilft, Feuchtigkeit zu speichern, Unkraut zu unterdrücken und die Bodentemperatur zu stabilisieren.
Düngen:
- Düngen Sie sparsam mit einem säurebetonten Dünger einmal jährlich im Frühjahr.
- Vermeiden Sie Überdüngung, da dies zu langen, schwachen Trieben führt.
Schneiden:
- Schneiden Sie im Frühjahr abgestorbene oder beschädigte Triebe zurück.
- Ein Rückschnitt fördert einen kompakten, buschigen Wuchs.
Vermehrung:
- Heather lässt sich durch Stecklinge, Samen oder Teilung vermehren.
- Stecklinge sind die gebräuchlichste Methode und können im Sommer oder Herbst gezogen werden.
Häufige Probleme
Echter Mehltau:
- Ein Pilz, der weißliche bis graue Beläge auf den Blättern verursacht.
- Vermeiden Sie Blattbewässerung und sorgen Sie durch regelmäßigen Schnitt für gute Luftzirkulation.
Wurzelfäule:
- Entsteht durch Überwässerung oder schlecht durchlässigen Boden.
- Symptome: Welken, gelbe Blätter, Wachstumsstopp.
- Achten Sie auf gute Drainage und mäßiges Gießen.
Braune Blätter:
- Können auf Trockenheit, Nährstoffmangel oder Wurzelfäule hindeuten.
- Prüfen Sie die Bodenfeuchte und düngen Sie gegebenenfalls nach. Bei starken Wurzelschäden sollte die Pflanze ersetzt werden.
Häufige Fragen
F: Ist Heather für Haustiere giftig?
A: Nein, Heather ist ungiftig.
F: Wo sollte ich Heather pflanzen?
A: Es eignet sich für Küstenhänge, Steingärten und Beete.
F: Woher stammt der botanische Name?
A: „Calluna“ kommt vom griechischen „kallunein“ = reinigen, da früher Besen daraus gefertigt wurden.
F: Wie erreiche ich besonders reiche Blüte?
A: Viel Sonne, saurer und durchlässiger Boden, keine Überdüngung.
Zusätzliche Tipps
- Entfernen Sie verblühte Blüten, um neue Blüten anzuregen.
- Kübelpflanzen im Winter isolieren und mulchen.
- Vermeiden Sie mehrjährige Kulturen am gleichen Standort, um bodenbürtige Krankheiten zu verhindern.
