Die sieben Wachstumsstadien der Tomatenpflanze
Keimung
Das erste Stadium des Tomatenwachstums ist die Keimung, die eintritt, wenn das Samenkorn Wasser aufnimmt und zu wachsen beginnt. Dieser Vorgang dauert nach der Aussaat in der Regel 6 bis 8 Tage. Sobald der Same keimt, erscheint ein grüner Trieb über dem Boden.
Frühes Wachstum
Das zweite Stadium ist das frühe Wachstum, in dem der Sämling sein Wurzelsystem und seine echten Blätter entwickelt. Diese Phase findet drinnen in einer warmen, geschützten Umgebung mit viel Licht statt. Der Sämling wächst dort weiter, bis er ins Freie verpflanzt werden kann.
Vegetatives Wachstum
Das dritte Stadium ist das vegetative Wachstum, das beginnt, sobald der Sämling ins Freie kommt. Die Pflanze bildet nun schnell rankende Triebe und kräftiges Laub. Die Pfahlwurzel wächst bis zu 90 cm tief und sichert die Pflanze, wenn sie später unter der Fruchtlast schwer wird. Flache Wurzeln ziehen in den oberen 20–30 cm des Bodens Nährstoffe auf.
Blüte
Das vierte Stadium ist die Blüte: Die Pflanze bildet kleine gelbe Blüten. Diese Phase überschneidet sich teilweise mit dem vegetativen Wachstum. Bestimmte Tomaten blühen auf einmal, unbestimmte Sorten durchgehend über die ganze Saison.
Bestäubung
Das fünfte Stadium ist die Bestäubung: Pollen wird vom männlichen Staubblatt auf die weibliche Narbe übertragen. Dieser Schritt ist für die Fruchtbildung essentiell. Tomatenblüten können sich dank Wind, Insekten oder Bewegung selbst bestäuben.
Fruchtbildung
Das sechste Stadium ist die Fruchtbildung. Nach erfolgreicher Bestäubung bräunt und fällt der Blütenkelch innerhalb von 24 Stunden ab. Sobald der Blütenstiel grün wird, beginnt die eigentliche Fruchtbildung. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen erscheinen kugelige, grüne Früchte von Murmelgröße.
Reifung
Das siebte und letzte Stadium ist die Reifung: Die Früchte färben sich rot und entwickeln ein aromatisch-säuerliches Aroma. Optimal sind Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Wasser- und Lichtzufuhr müssen jetzt gut dosiert werden, damit die Tomaten gleichmäßig reifen.
Tipps für jede Wachstumsphase
- Keimung: Boden feucht, nicht nass halten; viel Licht und Wärme bieten.
- Frühes Wachstum: Licht und Wärme aufrechterhalten; mit ausgewogenem Dünger versorgen.
- Vegetatives Wachstum: Regelmäßig gießen, alle 2–3 Wochen düngen; Geiztriebe entfernen für bessere Luftzirkulation.
- Blüte: Ausreichend Sonne und Nährstoffe sicherstellen; extreme Temperaturen vermeiden.
- Bestäubung: Insektenfreundliche Blumen in der Nähe säen, um Bestäuber anzulocken.
- Fruchtbildung: NPK-Dünger mit wenig Stickstoff, dafür mehr Phosphor und Kalium verwenden; gleichmäßig wässern.
- Reifung: Gießmenge leicht reduzieren, direkte Sonne abmildern, um Reifung zu fördern.
Häufige Probleme und Lösungen nach Wachstumsstadium
- Keimung: Zu kalte, zu nasse oder zu trockene Erde hindert Samen am Keimen.
- Frühes Wachstum: Zu wenig Licht führt zu langen, bleichen Trieben; Überwässerung lässt Pflänzchen einknicken.
- Vegetatives Wachstum: Mangel an Nährstoffen oder Wasser schwächt Wachstum; Krankheiten und Schädlinge leichter möglich.
- Blüte: Extreme Temperaturen oder Nährstoffmangel verhindern Blütenbildung.
- Bestäubung: Fehlende Bestäuber oder Temperaturreize über/below 15 °C bzw. 32 °C lassen Blüten unbestäubt abfallen.
- Fruchtbildung: Unregelmäßige Wasserversorgung oder Unterernährung führen zu Missbildungen; erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge und Pilze.
- Reifung: Zu viel direkte Sonne oder Wassermangel stoppen den Reifeprozess oder lassen Früchte spröde werden.
