Home KunstDesign Design-Flops: Virtuelle Tour durch fehlgeschlagene Designs – Von DeLorean bis absurden Kunstobjekten

Design-Flops: Virtuelle Tour durch fehlgeschlagene Designs – Von DeLorean bis absurden Kunstobjekten

by Peter

Fehlgeschlagene Designs: Eine Virtuelle Tour durch kreative Flops

Design-Flops: Wenn Innovation schiefgeht

Die Cité du Design in Saint‑Étienne, Frankreich, veranstaltet eine virtuelle Ausstellung, die sich den Design‑Flops widmet. Die Ausstellung mit dem Titel „When Design Flops“ präsentiert 40 unpraktische, unnötige und unbequeme Objekte aus dem Museum of Failure des Psychologen Samuel West, das 2017 in Schweden eröffnet wurde.

Der DeLorean: Ein schnelles Auto, das es nicht war

Zu den gezeigten Objekten gehört das ikonische DeLorean‑Auto aus den 1980er Jahren. Es sollte ein extrem schnelles Sportauto sein, stellte sich jedoch als viel langsamer als andere Modelle heraus. Trotz des fehlenden Erfolgs als Fahrzeug wurde der DeLorean zum kulturellen Symbol als Zeitmaschine in den „Zurück in die Zukunft“-Filmen.

Google Glass und andere reale Flops

Weitere reale Flops in der Ausstellung sind Google Glass und Rollschuhe, die die Fußgewölbe von Balletttänzerinnen schützen sollten. Google Glass, ein Wearable‑Computer mit Head‑up‑Display, scheiterte an Datenschutzbedenken und fehlenden praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Die Ballett‑Rollschuhe hingegen erwiesen sich als zu sperrig und unpraktisch für Tänzerinnen.

Little Miss No‑Name: Ein armseliger Gegenpart zu Barbie

Die Ausstellung zeigt außerdem Little Miss No‑Name, eine 1965 mit großen Augen versehene Puppe von Hasbro, die als ärmlicher Gegenpart zur glamourösen Barbie gedacht war. Hasbros Marketingkampagne, die den Mangel an materiellen Besitztümern der Puppe betonte, fand bei Kindern keinen Anklang, die die glanzvollere Barbie bevorzugten.

Künstlerische Kreationen: Perfekt unbrauchbare Objekte

Einige Exponate sind künstlerische Arbeiten, die nie praktisch sein sollten. Dazu gehören Werke der in Athen ansässigen Architektin Katerina Kamprani, wie offene Regenstiefel, ein Zwillings‑Champagnerglas und ein Gießkännchen mit nach hinten gedrehtem Ausguss. Ebenfalls zu sehen sind Einträge aus dem 1969 erschienenen „Katalog unmöglicher Objekte“ des französischen Künstlers Jacques Carelman, etwa ein welliger Tischtennistisch und ein mit Pedalen angetriebener Straßenwalzen‑Prototyp.

Der Wert des Scheiterns

Die Kuratorin der Ausstellung, Sylvie Sauvignet, hofft, dass Besucher mit einer positiveren Sicht auf Flops nach Hause gehen. „Scheitern ist notwendig, es ermöglicht uns zu lernen“, sagt sie. „Fehler sind unbezahlbar für Schöpfung und Innovation, sei es im Design oder in anderen Bereichen.“

Virtuelle Tour und Führungen

Französischsprachige können bis zum 10. März an Führungen durch die Ausstellung teilnehmen. Die Eintrittskarten kosten zwischen 2 € und 4,50 €. Personen, die die Sprache nicht beherrschen, können eine englische Version der „When Design Flops“-Ausstellungsseite der Cité du Design erkunden.

Weitere Flops

Zusätzlich zu den bereits genannten Objekten präsentiert die Ausstellung weitere Design‑Flops, darunter:

  • Ein Plastik‑Fahrrad, das zu schwer und schwer zu fahren war
  • Ein welliger Tischtennistisch, der ein ordentliches Spiel unmöglich machte
  • Ein mit Pedalen angetriebener Straßenwalzer, der zu langsam und unpraktisch war
  • Ein Gießkännchen mit nach hinten gedrehtem Ausguss, das das Gießen von Pflanzen erschwerte
  • Ein Zwillings‑Champagnerglas, das bewusst „unpraktisch“ gestaltet wurde

Fazit

Die Ausstellung „When Design Flops“ bietet einen faszinierenden Einblick in den kreativen Prozess und die Bedeutung, aus Fehlern zu lernen. Sie zeigt ein breites Spektrum an Design‑Flops, vom ikonischen DeLorean‑Auto bis hin zu den eher obskuren und humorvollen Kreationen von Künstlern wie Katerina Kamprani und Jacques Carelman.

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