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Vielfältige Besatzung der Mary Rose: Neue Forschung deckt internationale Herkunft der Tudor-Sailoren auf

by Jasmine

Henry VIII.s Flaggschiff mit weit entfernten, vielfältigen Seeleuten besetzt

Neue Forschung wirft Licht auf die Herkunft der Mary‑Rose‑Seeleute

Als Henry VIII.s Flaggschiff, die Mary Rose, 1545 sank, kamen die meisten Besatzungsmitglieder ums Leben. Dank moderner wissenschaftlicher Methoden haben Forscher nun bemerkenswerte Details über das Leben einiger dieser Tudor‑Seeleute entdeckt.

Multi‑Isotopen‑Analyse offenbart Herkunftsländer

Wissenschaftler nutzten eine Multi‑Isotopen‑Analyse der Zähne der Seeleute, um das Klima und die Geologie ihrer Herkunftsregionen sowie ihre Kindheitskost zu bestimmen. Diese Informationen, kombiniert mit früheren DNA‑Studien, schriftlichen Aufzeichnungen und Artefakten, die im Wrack gefunden wurden, haben es Forschern ermöglicht, das Leben dieser Personen zu rekonstruieren.

Ausländisch geborene Seeleute auf Tudor‑Schiffen

Die Forschung ergab, dass mindestens drei der acht untersuchten Besatzungsmitglieder wahrscheinlich außerhalb Britanniens geboren wurden. Einer, mit dem Spitznamen „königlicher Bogenschütze“, könnte aus den Atlas‑Bergen Nordwestafrikas oder aus Spanien stammen. Ein anderer, der „Gentleman“, hatte seine Herkunft an der Südküste Europas, möglicherweise im Norden Italiens. Ein dritter, der „Zimmermann“, kam aus dem Landesinneren Südwestspaniens.

Vielfalt in der Tudor‑Marine

Die Entdeckung ausländisch geborener Seeleute auf der Mary Rose stellt traditionelle Annahmen über die Zusammensetzung der Tudor‑Marine in Frage. Sie legt nahe, dass Seeleute aus unterschiedlichen geografischen Hintergründen eine bedeutende Rolle in Englands maritimen Bestrebungen spielten.

Handelsverbindungen und Migration

Die Forscher gehen davon aus, dass Tudor‑Handelsbeziehungen zu mediterranen Städten nicht nur den Warenaustausch, sondern auch die Bewegung von Menschen ermöglichten. Dieses Handelsnetz könnte Fachkräfte, Seeleute und Handwerker aus anderen Teilen Europas nach England gebracht haben.

Die „Vielzahl Gesichter Tudorscher Englands“

Die Ergebnisse dieser Studie erweitern das wachsende Evidenzfundament für die Vielfalt im Tudor‑England. Afrikaner lebten bereits seit der Römerzeit in Großbritannien, und während der Tudor‑Zeit waren Menschen afrikanischer Herkunft sowohl an königlichen Höfen als auch in bescheideneren Rollen als Seeleute, Handwerker und Arbeiter vertreten.

Ausstellung beleuchtet die Vielfalt der Besatzung

Das Mary Rose Museum in Portsmouth präsentiert derzeit eine Ausstellung mit dem Titel „Die Vielzahl Gesichter Tudorscher Englands“, die die Entdeckungen über die acht untersuchten Besatzungsmitglieder zeigt. Die Ausstellung enthält Artefakte, interaktive Displays und historische Informationen, die das Leben dieser Tudor‑Seeleute zum Leben erwecken.

Geografische Herkunft und gelebte Erfahrungen

Die in dieser Studie eingesetzte Multi‑Isotopen‑Analyse liefert wertvolle Einblicke in die geografische Herkunft und die gelebten Erfahrungen der Mary‑Rose‑Seeleute. Sie verdeutlicht die Vielfalt von Hintergründen und Erlebnissen, die die Tudor‑Gesellschaft prägten.

Handelsnetzwerke und kultureller Austausch

Die Handelsnetzwerke, die England mit anderen Teilen Europas und darüber hinaus verbanden, ermöglichten nicht nur den Austausch von Waren, sondern auch von Menschen und Ideen. Dieser kulturelle Austausch trug zur Reichtum und Vielfalt des Tudor‑Englands bei.

Aufdeckung verborgener Geschichten des Tudor‑Englands

Die Forschung zu den Mary‑Rose‑Seeleuten ist ein wichtiger Schritt, um die verborgenen Geschichten des Tudor‑Englands ans Licht zu bringen. Durch die Untersuchung der Leben dieser Individuen gewinnen Wissenschaftler ein tieferes Verständnis für die Vielfalt, Mobilität und den kulturellen Austausch, die diese faszinierende Epoche der englischen Geschichte kennzeichnen.

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