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Antiker Pan-Altar aus dem 2./3. Jh. in byzantinischer Kirche Israels entdeckt

by Jasmine

Altar zu dem antiken griechischen Gott Pan in byzantinischer Kirche gefunden

Entdeckung und Bedeutung

Während Ausgrabungen einer byzantinischen Kirche im Norden Israels haben Forschende einen Altar aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert entdeckt, der dem griechischen Hirtengott Pan gewidmet ist. Diese Entdeckung wirft Licht auf die komplexe Beziehung zwischen dem frühen Christentum und heidnischen Glaubensvorstellungen.

Der Altar

Der Basaltaltar wurde in die Kirchenmauer integriert. Seine griechische Inschrift lautet: „Atheneon, Sohn des Sosipatros aus Antiochia, widmet diesen Altar dem Gott Pan Heliopolitanus und erfüllt damit einen Schwur aus eigenen Mitteln.“

Pan Heliopolitanus

Heliopolitanus wird normalerweise mit dem griechischen Gott Zeus in Verbindung gebracht, nicht mit Pan. Das deutet darauf hin, dass Pan Heliopolitanus entweder eine Gottheit war, die Aspekte beider Götter vereinte, oder einfach ein anderer Name für den Gott der Wildnis.

Pilgerfahrt und Kirche

Der Hinweis auf Antiochia, das weit nördlich der israelischen Kirche liegt, lässt darauf schließen, dass der Ort von Pilgern aus entfernten Regionen besucht wurde. Der Ausgrabungsleiter, Adi Erlich, vermutet, dass die Kirche gebaut wurde, um die Begegnungen zwischen Jesus und dem Apostel Petrus zu gedenken.

Tempel für Pan

Vor dem Bau der byzantinischen Kirche befand sich an dieser Stelle ein Freilufttempel, der Pan gewidmet war. Der Tempel, gelegen im Banias-Nationalpark, stand jahrhundertelang in Verbindung mit den Banias-Wasserfällen, bevor er etwa 20 v. Chr. errichtet wurde.

Römische Architektur und christliche Symbolik

Der Tempel wurde im klassischen römischen Stil gebaut und verfügte über ein zentrales Becken. Später fügten Christen ein Fußbodenspiel aus kleinen Kreuzen ein – ein weit verbreitetes Symbol der Religion, das nach der Herrschaft Kaiser Konstantins übernommen wurde.

Christliche Umwidmung

Erlich schlägt vor, dass die Umwandlung des Altars in ein Bauteil der Kirchenmauer ein bewusstes Ärgernis für die örtlichen Anhänger heidnischer Götter gewesen sein könnte. Die Errichtung der Kirche direkt über dem früheren Pan-Tempel unterstützt diese Theorie zusätzlich.

Archäologische Bedeutung

Die Ausgrabungen sind Teil einer umfassenderen Initiative zum Schutz archäologischer Stätten im Banias-Nationalpark, die wichtige Überreste aus der Römerzeit bis zu den Kreuzzügen beherbergen. Die neuen Funde, darunter der Pan-Altar, werden erhalten und den Besuchern präsentiert.

Historischer Kontext

Im vierten Jahrhundert n. Chr. entwickelte sich die Region, in der die Kirche gebaut wurde, zu einem bedeutenden christlichen Zentrum mit eigenem Bischof. Dies spiegelt die allmähliche Verbreitung des Christentums und dessen Einfluss auf lokale religiöse Praktiken wider.

Kulturelles Erbe

Die Entdeckung des Pan-Altars und der umgebenden archäologischen Überreste liefert wertvolle Einblicke in das Zusammenleben und die Wechselwirkungen verschiedener religiöser Traditionen in der Antike. Sie verdeutlicht die Komplexität religiöser Überzeugungen und Praktiken im Übergang vom Heidentum zum Christentum.

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